Die Serie ohne Nachbearbeitung

Abstrakte Farbstudie Nr. 81 mit fließenden Farbverläufen

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Auffällig ist, wie stark das Grün die anderen Töne zurückdrängt. Schon ein kleiner Anteil reicht, damit das Auge die ganze Fläche als kühl wahrnimmt, obwohl die Messung im Mittel einen warmen Weißpunkt zeigt.

Im direkten Vergleich wirken die Bilder mit diagonaler Bewegung lebendiger als die mit waagrechter. Vermutlich liest das Auge die Diagonale als Richtung und folgt ihr unwillkürlich über die ganze Fläche.

Abstrakte Farbstudie Nr. 82 mit fließenden Farbverläufen
Farbstudie Nr. 82, Langzeitbelichtung

Der Aufbau

Spannend wird es dort, wo sich zwei Komplementärfarben überlagern. Statt eines schmutzigen Graus entsteht ein feines Flirren, das erst bei voller Auflösung sichtbar wird und in der Vorschau verschwindet.

Ausgangspunkt war eine einfache Frage: Wie weit lässt sich ein Farbverlauf dehnen, bevor er in einzelne Flecken zerfällt? Wir haben dafür die Belichtungszeit schrittweise verlängert und die Kamera während der Aufnahme langsam geschwenkt.

Abstrakte Farbstudie Nr. 83 mit fließenden Farbverläufen
Farbstudie Nr. 83, Langzeitbelichtung

Die Farben stammen aus gefärbtem Plexiglas, das wir vor eine LED-Fläche gestellt haben. Je nach Abstand zur Linse verwischen die Kanten unterschiedlich stark, und genau das macht den Reiz der Aufnahmen aus.

Unser Fazit

Die besten Aufnahmen entstanden aus dem fahrenden Zug. Durch die Bewegung werden die Lichter der Ortschaften zu langen Bändern, die sich überkreuzen und neue Farben bilden.

Abstrakte Farbstudie Nr. 84 mit fließenden Farbverläufen
Farbstudie Nr. 84, Langzeitbelichtung

Für die Farbkontrolle nutzen wir einen kalibrierten Monitor und eine Graukarte, die bei jeder Serie am Anfang mitfotografiert wird. So lassen sich Abweichungen später zuverlässig nachvollziehen.

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